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Die Italienerin Maria Montessori war Ärztin, Reformpädagogin, Philosophin, Philanthropin und die Begründerin der Montessoripädagogik. Geboren wurde sie am 31.August 1870. Aufgewachsen in einer gebildeten Familie wurde ihr Interesse für Naturwissenschaften bereits in ihrer Schulzeit entfacht. Sie besuchte eine technische Oberschule und begann im Anschluss daran 1890 mit einem Studium in Medizin. Ihre Interessengebiete während ihres Studiums lagen vor allem in der Embryologie und der Evolutionstheorie. In ihren letzten beiden Studienjahren war sie als Assistentin an einer psychiatrischen Klinik in Rom tätig. Mit einer Spezialisierung auf Kinderheilkunde setzte sie ihre Tätigkeit als Assistenzärztin an der römischen Universitätskinderklinik in der Abteilung für Kinderpsychiatrie fort. Ihr Hauptaugenmerk legte sie auf dort nur notdürftig versorgte und geistig behinderte Kinder, deren würdeloser und verwahrloster Zustand sie erschreckte. Bei ihren Bemühungen kamen ihr die Arbeiten von Jean Itard und Edouard Séguin zugute. Im Jahre 1896 schrieb sie im Fach Psychiatrie ihre Doktorarbeit über das Thema „Antagonistische Halluzinationen“. Im Anschluss sah sie ihre Hauptaufgabe in der Forschung, wo sie bis 1907 ihre anthropologisch-biologische Theorie entwickelte und sich mit neuropsychiatrischen Grundlagen beschäftigte, die als Basis für ihre Pädagogik und ihre praktischen Experimente in Kinderhäusern dienten. Eine besondere Ehre wurde ihr zuteil, als 1899 der italienische Erziehungsminister Guido Bacelli sie beauftragte, eine Vortragsreihe über die Erziehung geistig behinderter Kinder vor Lehrerinnen in Rom zu halten. Ergebnis dieses Auftrags war die „Scuola magistrale ortofrenica“ - das „Heilpädagogische Institut“. Als Direktorin dieses Instituts entwickelte sie in ihrer zweijährigen Dienstzeit spezielle didaktische Materialien zum Sprachunterricht und zur Mathematik. Ihre Tätigkeit im Institut beendete sie 1901, um ein Studium in Anthropologie, Psychologie und Erziehungsphilosophie aufzunehmen. Ab 1904 gab sie Vorlesungen in Anthropologie und Pädagogik am Pädagogischen Institut in Rom, um ihre Ansichten und Ergebnisse bekannt zu machen. Ebenso unternahm sie diverse Reisen, um ihre Theorien in anderen Ländern bekannt zu machen. TM
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