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Überziehungszinsen fallen in der Regel an, wenn es sich bei dem normalen Girokonto um ein Konto mit Dispokredit handelt. Dieses Konto muss nicht nur im Guthaben geführt werden, sondern kann auch ins Dispo abrutschen. Wann merken Kunden jedoch, wenn die Zinsen für den Dispokredit zu hoch sein?
Derzeit können noch günstige Kredite bei Banken genutzt werden. Die Zinsen liegen relativ niedrig. Bei den Dispokrediten hat sich diese Marktänderung allerdings nicht eingestellt. Hier liegen die Zinsen teilweise bei über 10 Prozent und mehr. Daher gilt es nicht nur die unterschiedlichen Angebote der Banken zu vergleichen, sondern generell die Möglichkeit eines anderen Kredits vorzuziehen. Es gibt Angebote, bei denen die Gebühren für den Dispokredit bei 18 Prozent liegen. Diese müssen nur dann gezahlt werden, wenn der Dispo auch genutzt wird. Selten liegt der Prozentsatz im einstelligen Bereich. Die Banken begründen diese hohen Zinsen damit, dass der Kredit einfach bereitgestellt wird, ohne zu wissen, ob der Kunde den ihn abruft und den Dispo auch nutzt. Man sollte meinen, dass die Banken einen Vorteil haben bei Nicht-Abrufen des Kredits. Allerdings müssen die Institute schon vorher Eigenkapital vorhalten, um den Kredit im Notfall gewähren zu können. Daher liegen hier die Zinsen höher, als bei einem normalen Kredit. Dieser hat feste Richtlinien und die Bank bekommt eine bessere Planungssicherheit.
Die Verbraucherschützer warnen vor zu hohen Dispokrediten, die nicht einfach blind abgeschlossen werden sollten. Zwar ist ein solches Konto vielleicht bequem und vorteilhaft, jedoch auch deutlich teurer. Möglicherweise können andere Finanzierungsmethoden wie etwa Rahmenkredite zur Verfügung stehen, sodass man sich als Kunde selbst Alternativen mit günstigeren Konditionen verschafft. Bisher sind sich jedoch die Verbraucherschützer einig, dass eine Zinsobergrenze keinen zu hohen Nutzen haben wird. Hingegen könnten die Gebühren beim Girokonto noch erhöht werden. Nur mit einem umfangreichen Vergleich, auch im Hinblick auf Finanzierungsalternativen, kann die Höhe der Überziehungszinsen besser eingeschätzt werden.
Name: Henning Petrat E-Mail: office@konto.info
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