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Deutschland wird ziemlich exakt seit dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft von einem Hochsommer heimgesucht, wie er im Buche steht. Die Nation schwitzt und stöhnt – wie könnte es anders sein – über das Wetter. Dass die Hitze tatsächlich nicht ganz ohne ist, kann man den Nachrichten aus der Land- und Forstwirtschaft entnehmen. Die Kartoffelpreise ziehen an, der Mais erinnert an Bonsai-Bäume und in den Wäldern brechen aus heiterem Himmel dicke Äste von dürstenden Bäumen ab.
Gegen die Hitze wurde exakt am 21. Juli 2006 in Osnabrück die Rezeptur von Shetland-Coffee entwickelt. Der gewählte „Herkunftsnahme“ ist Programm. Schließlich assoziiert man mit den Shetlands vor allen Dingen eisige Winter und erfrischende Winde sowie Regenwetter. Kurzgesagt: alles Dinge, die Abkühlung verschaffen.
Und so wird der Shetland-Coffee gemacht. Man greift zu einer Packung feinsten Espresso. Dieser wird im Kaffeevollautomaten zu starkem Kaffee weiterverarbeitet. Den Kaffee stellt man dann über Nacht in den Kühlschrank, damit wirklich alle Wasseratome sich dem ruhigen Stillstand annähern.
Am nächsten Tag serviert man den eiskalten Kaffee in großen durchsichtigen Gläsern. Dazu kommt ein Schuss – ebenfalls eiskalte, fettarme – Milch. Idealerweise ergänzt man einen Spritzer (flüssigen) Süßstoff. Schließlich findet eine fette Kugel Stracciatella-Eis ihren Weg ins Glas. Zu guter Letzt kommt noch eine Ergänzung hinzu, die aus einem einfachen Eiskaffee einen Shetland-Coffee macht. Ein guter Schuss Jago’s Love, der erdbeerigen Variante von Jago’s.
Erfrischender kann ein Eiskaffee nicht sein! klm
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